Wenn der Hund dabei ist, werden Menschen gleich menschlicher - Hubert Ries
 
 

Unsere Philosophie

 

Da der Führhundhalter seinem Hund blindes Vertrauen schenken muss lautet unsere Philosophie:

Auf Vertrauen bauen – Sicherheit für Mensch und Hund


Dieses Vertauen bezieht sich auch auf unsere Kunden, denn nur auf gegenseitigem Vertrauen entwickelt sich ein gutes Team.

Doch bereits vor der Beantragung eines Führhundes muss dem Führhundanwärter bewusst sein welche Verantwortung er übernimmt.

Schäferhund mit Welpen
 
 
  Die Vorteile, die ein Führhund für einen blinden oder sehbehinderten Menschen bringen überwiegen natürlich. Aber man darf auch die Pflichten, welche ein Führhund mit sich bringt nicht unterschätzen. Er muss zum Beispiel bei Wind und Wetter raus um sein „Geschäft“ zu erledigen, er braucht Pflege, Futter und neben der Arbeit auch einen angemessenen Ausgleich.
Um sich der Verantwortung bewusst zu werden, legen wir großen Wert auf ein vorheriges informatives Gespräch.
Weiterhin ist es uns sehr wichtig, dass der Führhundanwärter so früh und so oft wie möglich persönlichen Kontakt mit seinem zukünftigen Hund hat.
Dies ist wichtig, damit der Hund sich schon im Vorfeld etwas an seinen neuen Besitzer gewöhnen kann.
 
     
 

Einige Anforderungen an den Führhundhalter:

  • allgemeine gute physische und psychische Verfassung
  • allgemeine positive Einstellung zum Hund
  • Familie
  • Wohnverhältnisse
  • gute Orientierung und Mobilität
 
       
  Die Ausbildung unserer Hunde  
 

Unser Hundezentrum hat sich zur Hauptaufgabe gestellt, Blindenführhunde auszubilden.
Warum? Weil wir der Meinung sind, dass wir durch unsere Arbeit mit den Hunden den blinden und sehbehinderten Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgeben können.
Und nicht nur das, sondern auch noch:

  • erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr
  • mehr Selbstständigkeit
  • mehr Unabhängigkeit
  • geringeres Risiko bei Hindernissen
  • bessere Orientierung
  • weniger Stress in fremder Umgebung

Bevor unsere Hunde in die Ausbildung kommen, werden sie von uns beziehungsweise von ausgewählten Patenfamilien großgezogen und für ihre weiteren Aufgaben vorbereitet.
Die Hunde, welche sich für eine Ausbildung eignen würden, müssen sich vorher noch einem Gesundheitscheck unterziehen. Erst wenn alle Voraussetzungen stimmen, kann die Ausbildung begonnen werden.
Deshalb arbeiten wir mit erfolgreichen Züchtern zusammen und haben für später auch eine eigene Zucht geplant.
Um unseren Hunden ein langes und gesundes Leben zu ermöglichen, ernähren wir sie unter anderen mit den Produkten der Firma REICO Vital-System. Dieses Unternehmen verfügt über 20 Jahre Vertriebserfahrung für Tiernahrung und über 40 Jahre Entwicklungserfahrung für Nahrungsergänzung. Die Kernkompetenz steckt in dem einzigartigen und patentierten Herstellungsverfahren, um Kräuter zu micronisieren und dabei alle Inhaltsstoffe zu erhalten.
Die Produktpalette ist auf die Bedürfnisse von Boden, Pflanze, Tier und Mensch ausgerichtet. Es handelt sich um ein aufeinander abgestimmtes Komplettsystem, dem REICO-Vital-System, auf Basis micronisierter Heilkräuter, Wurzeln und Meeresalgen sowie für fleischfressende Haustiere hochwertige und möglichst artgerechte Vollnahrungsmittel.

 
       
 

Die Anforderungen an unsere Hunde sind sehr hoch gestellt.
Sie lernen auf ca. 45 Hörzeichen entsprechend zu reagieren.
Unsere Hunde lernen unter anderen geradeaus zu führen, links und rechts zu unterscheiden, Hindernisse aller Arten am Boden, auf der Seite und in Kopfhöhe anzuzeigen oder sie zu umgehen. Auch das Suchen und Anzeigen von

  • Bordsteinen
  • Treppen und Türen
  • Anzeigen von Sitzgelegenheiten (auch in Verkehrsmitteln)
  • Ausgängen
  • Nachgehen einer fremden Person auf Befehl
  • Nahzielführung (Ampel, Briefkasten, Zebrastreifen und so weiter)
 
  Um diese Anforderungen zu erreichen werden sie nach der Methode von Walter Rupp und der hundgerechten Ausbildung nach Handtke ausgebildet.
Vor der Abgabe der Blindenführhunde müssen sie sich einer Qualitätsprüfung unterziehen. Die Qualität unserer Hunde wird einerseits durch einen Prüfungsgang des Ausbilders unter der Dunkelbrille getestet und andererseits durch einen unabhängigen Sehbehinderten, welcher selbst Führhundhalter ist.
Wenn die Hunde ihre Fähigkeiten unter diesen Bedingungen bewiesen haben, erst dann kann mit der Einarbeitung beim Sehbehinderten begonnen werden.
 
   
  Die Einarbeitung
 

Der wichtigste Abschnitt auf dem Weg zu einem guten Team ist die Einarbeitung. Sie nimmt ca. 3 bis 4 Wochen in Anspruch und kann bei uns flexibel gestaltet werden. Dies bedeutet, je nach Wunsch des Führhundhalters kann sie komplett am Wohnort erfolgen oder auch in der ersten Woche am Ort der Schule begonnen werden.
Die Einarbeitung besteht aus zwei Komplexen. Theorie und Praxis. Im theoretischen Teil vermitteln wir Ihnen alle Grundlagen für einen gewissenhaften Umgang mit dem Hund. Hierzu gehören unter anderem das Anwenden der gelernten Hörzeichen, die Ernährung und Pflege des Hundes, Erste Hilfe am Hund und so weiter. Weiterhin klären wir Sie über Rechte und Pflichten des Führhundhalters auf und geben Ihnen nützliche Hinweise zur Bewältigung des Alltags.

Im praktischen Teil der Einarbeitung zeigen wir Ihnen die Anwendung der erlernten Kommandos. Der Führhundhalter lernt systematisch und Stück für Stück sich auf den Hund und die Führarbeit einzustellen.
Begonnen wird mit einfachen Spaziergängen bis hin zu erforderlichen Wegen welche der Führhundhalter täglich bewältigen muss.
Ziel der Einarbeitung ist es, das Team zu festigen um am Ende die Gespannprüfung zu bestehen und ein harmonisches Leben gemeinsam mit dem Führhund zu führen.

   
  Die Nachbetreuung
 

Nach der Einarbeitung und der Gespannprüfung treten bekanntlich die meisten Fragen auf. Auch dann stehen wir Ihnen jederzeit, auch mit einer Nachschulung, mit Rat und Tat zur Seite.

Da auch ein Führhund einmal in „Rente“ gehen muss und nicht jeder die Möglichkeit besitzt ihn im familiären Umfeld zu bereuen, besteht bei uns die Möglichkeit, dass er in unserer Schule seinen Lebensabend verbringt.

Um den Qualitätskriterien und den ständig wachsenden Anforderungen an die Führhundschulen gerecht zu werden sind wir bestrebt uns ständig weiterzubilden. Dies geschieht unter anderem durch den Besuch von verschiedenen Seminaren sowie im Selbststudium durch diverse Fachliteratur.

Wenn wir Ihr Interesse und Ihr Vertrauen geweckt haben, rufen Sie uns an um in einem persönlichen Gespräch eventuelle Fragen zu klären und einen für Sie geeigneten Hund zu finden.

   
 

Geeignete Rassen sind:

  • Deutscher Schäferhund
  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Königspudel
  • Riesenschnauzer
  • Airedale Terrier
  • Australien Shepherd
  • Labradoodle

Joerg Möckel mit Blindenführhund

   
Maxi vor der Abgabe
 

Ihr VHZ-Team

Weiterhin wünschen wir Ihnen und Ihrem Führhund auf dem gemeinsamen Lebensweg viel Erfolg.

     
   
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